Neu-Beginn, oder: Wege

Der erste Januar ist einer dieser Tage, die sich für viele Menschen anbieten ein Resüme des Vergangenen zu ziehen, und vor allem, mit neuem Elan nach vorn zu schauen, sich neue Ziele zu setzen oder zu beschließen, neue Verhaltensweisen zu etablieren.

Sollten Sie dies ebenfalls tun oder gar schon getan haben so überprüfen Sie doch kurz wie viele „ich sollte“ „ich müsste“ oder „ich könnte ja endlich mal“ sich in ihren Vorsätzen verbergen – die können Sie eigentlich gleich streichen. Alles was wir meinen zu sollen, zu müssen oder vielleicht endlich mal …, all die Vorhaben, in denen sich die vermeintlichen „Anforderungen von Außen“ mit einem „das würde mir bestimmt gut tun“ vermischen sind eigentlich zum Scheitern verurteilt da dahinter kein wirkliches Engagement und keine Leidenschaft unsererseits als Motor zur Verfügung steht.

Doch wie können wir, oftmals in unserem Alltag gefangen, herausfinden was uns wirklich „zieht“? Was uns „rockt“? Was gerade ansteht? Was unsere tiefsten Wünsche und Bedürfnisse sind? Wie können sich neue Wege vor uns auftun?

Eine Methode ist die „Wenn es nicht so …“ Schreibübung, die ich, wie viele ihrer Art, sehr schätze, da uns, im scheinbar gedankenlosen Schreiben, so viel sichtbar werden kann.

Übung: Vollenden Sie die folgenden Satzanfänge jeweils 5 mal – und lassen Sie sich von sich selbst überraschen.

Wenn es mir nicht solche Angst machte ….

Wenn es nicht so albern wäre …

Wenn ich mir gestatte es mir einzugestehen …

Wenn es nicht so riskant wäre …

Nehmen Sie sich Zeit und nehmen sie sich ernst in dem was Sie in der Vollendung dieser Sätze von sich selbst lesen können.

Mir wurde im letzten Jahr dadurch z.B. klar, dass ich mehr Raum brauche … und ich habe dann nicht gleich dass große und schicke Büro um die Ecke angemietet, doch ich habe ausprobiert wie es sich anfühlt ins Büro arbeiten zu gehen (gut fühlt sich das an ;-)); ich habe in einer Situation die mich sehr beschäftigt hat nicht „endlich mal auf den Tisch gehauen“ so, wie ich geschrieben hatte, doch mir wurde dieses Bedürfnis bewusst und so habe ich mich eingemischt und agiert, ich habe in einer geschäftlichen Angelegenheit eine vollkommen neue Position eingenommen und erprobt (erfolgreich ;-)), oder bin 3 Tage aufs Land gefahren.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Schreiben und beim Überraschen lassen … und natürlich ein Wunder-volles neues Jahr.

(Quelle der Übung: Von der Kunst des Schreibens – Julia Cameron)

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