… und die Grenzen (Mentaltraining, die Zweite)

Liebe Leser_innen,

im folgenden Beitrag beziehe ich mich auf den Einsatz von Mentaltraining, da ich davon ausgehe, dass Phantasiereisen, gut geführt, Bilder hervorrufen, die unseren tiefsten Wünschen und Sehnsüchten, also uns selbst, entsprechen — und schon sind wir mitten in der Materie.

Wir wissen nun WIE die Macht der Bilder und Worte in unserem Gehirn funktioniert, also: täglich 10x sagen: Ich bin reich, ich bin reich, ich bin reich … Und gut. In vielen Ratgebern, und noch mehr Blogs und Frauenzeitschriften können wir über die Kraft der positiven Affirmationen (eine Form des Mentaltrainings) lesen. Doch so einfach ist es nun leider doch nicht, das heißt, es ist natürlich einfach – nur der gewünschte Effekt wird sich nicht einstellen.

Glauben Sie es klappt, das tägliche: Ich bin wunderschön, ich liebe mich, ich bin reich? Oder das tägliche: Ich heirate Brad Pitt, ich werde eine weltberühmte Ballerina?

Im Coaching gibt es einen ersten Schritt, oder auch Grundsatz, der für alle Veränderungsprozesse gilt, und der besagt: Anerkennen was ist. Anerkennen meint, wohlwollend annehmen. Alles. Den Gewinn darin erkennen.

Wenn ich, oder Sie, zutiefst davon überzeugt sind, dass ich nichts wert bin, dass ich nicht genüge, meinen Sie, dann hilft ein: Ich liebe mich? Wenn wir anerkennen, dass wir uns für wertlos oder ungenügend halten – und ja trotz dieser Annahme über uns selbst jetzt da sitzen und einen Blog schreiben oder lesen, in unserem Leben schon einiges erreicht und geleistet haben (ja, das haben Sie auf jeden Fall, denken Sie nach, schreiben Sie ein Liste, Sie sitzen gerade vor dem Computer und lesen. Haben Sie den Computer selbst gekauft? Super. Lesen Sie gerade im Büro? Super, sie haben einen Job. Lesen Sie bei Freunden? Super, Sie haben Freunde …) und diese Annahme über uns selbst uns also bis hier her gebracht hat, sogar ab und an Antrieb war um all das zu Leben was wir bisher gelebt haben – dann haben Sie den ersten Schritt getan.

Wenn Sie nun, in Anerkennung dessen, an einem Punkt sind, an dem Ihnen der Gewinn Ihrer Grundhaltung bewusst ist, sie aber den Preis dafür nicht mehr bezahlen wollen – dann, dann können Sie anfangen sich zu erweitern. Mit einer Affirmation, die Ihren tiefsten Wünschen und Sehnsüchten entspricht. Vielleicht wird das dann ein : Ich liebe mich, vielleicht auch ein: ich bin wert-voll. Und auch hier lohnt es sich, mittels der eigenen inneren Bilder und Vorstellungen, für sich selbst zu schauen „Was bedeutet denn: Ich liebe mich, für mich? Wie sieht mein Leben aus wenn ich mich liebe?“ „Was bedeutet wert-voll für mich? Was ist diese Fülle? Wie fühlt es sich an wert-voll zu sein?“

Ich bin sicher, würden wir jetzt, Sie und ich, eine Umfrage zur Beantwortung dieser Fragen machen, die Antworten wären mannigfaltig.

Es geht somit im Mentaltraining, in der Affirmation, nicht darum irgendeinen Satz zu übernehmen, sondern einen zu wählen, der uns entspricht, der „in uns klingt“. Unseren Wünschen und Sehnsüchten entspricht –

– und unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten (wobei wir auch schon beim zweiten Beispiel sind). Ich wohne in Pusemuckelhausen, verlasse nie mein Dorf, bin 60 Jahre alt und habe dort ein Friseurgeschäft nur für Frauen. Wie groß ist denn dann eigentlich die Chance Brad Pitt überhaupt zu treffen? Und, ist er nicht glücklich verheiratet? Also, gar nicht auf dem Markt der Heiratswilligen? Oder haben Sie schon mal gehört, dass er auf reifere Damen steht? Ist denn die weltberühmte Ballerina ein Option? Ach so, sie hatten nie Ballettunterricht? Gut, sie sind jetzt zu alt. Ach, Sie meinen mit 25 hätte es funktionieren können? — Gut, wenn Sie wollen können Sie sich jetzt darin bestätigen, dass sie wertlos und ungenügend sind.

Auch wenn die genannten Beispiele, ich gebe es zu, eine wenig überzeichnet ausgefallen sind, so entbehren sie doch nicht der Tatsache, dass hier Wunsch (geäußert in einem Affirmationssatz) und Fähigkeiten bzw. Möglichkeiten sich nicht wirklich entsprechen. Nutzen wir also Mentaltraining um unsere Zukunft zu gestalten, so ist es sinn-voll, dass die Zukunftsszenarien unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten entsprechen (außer wir haben ein tiefes Bedürfnis uns permanent selbst zu frustrieren ;-)), was uns wiederum zum ersten Schritt zurückführt: Anerkennen was ist. In diesem Fall die Analyse unserer Fähigkeiten und Möglichkeiten. Sollten Sie sich in diesem Prozess hinein begeben, so werden Sie erstaunt sein, wie viele Fähigkeiten Sie haben, die Ihnen bis dato noch gar nicht bewusst waren – und wie viele Möglichkeiten sich dadurch auftun werden. Und ja – greifen Sie nach den Sternen. Um ein Ziel erreichen zu wollen macht es immer Sinn einen Schritt weiter zu gehen in unserer Vorstellung als das, war wir uns normalerweise zutrauen. Veränderung hat immer mit dem Erweitern von Grenzen zu tun.

… und wenn es ihre persönliche Erfüllung ist Primaballerina zu werden (und Sie eben nicht gerade 60 sind), dann üben Sie. Arbeiten Sie für die Erfüllung Ihres Traums. Verwirklichen Sie ihr Ziel.

Was bedeutet die Verwirklichung diese Zieles für Sie? Wo entstehen Wünsche, Sehnsüchte und Träume? Und woher bekommen wir die Kraft diese zu verwirklichen?

Dazu mehr im nächsten Blog.

Genießen Sie ihren Tag – und sich. Tanja Ries.

P.S. bei diesem Beitrag macht es Sinn darauf hinzuweisen, dass dieser meine Meinung darstellt, es gibt natürlich auch andere 😉

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Ein Gedanke zu “… und die Grenzen (Mentaltraining, die Zweite)

  1. Huhuuu liebe Tanja!

    Wie wahr wie wahr 🙂 …ich bin da ganz deiner Meinung!

    So schön dich zu lesen! Hab dich sooo lieb ❤

    Ja, sich, das Jetzt anzunehmen, anzuerkennen, dann zu reflektieren, wo bin ich, was will ich….was sagt,will, glaubt mein Herz und nicht mein Kopf….um dann sich zu erweitern, auszudehnen, zu wachsen – was für ein schöner Prozess und Weg! Und dabei die Lebenslust, Leichtigkeit, den Genuß und die Freude bei und an allem nicht zu vergessen – wohl die Kunst des Lebens 🙂

    Herzlichen Dank und lüüüübste Grüße aus München!

    Marion ***

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