Die Sache mit dem Geld …

Liebe Leser_innen,

„Wenn ich nur Geld hätte, dann würde ich … Wenn ich nur Geld hätte, dann könnte ich …

… endlich meine Ideen verwirklichen, mich endlich dem widmen was mir Freude bereitet, mir endlich das ersehnte Atelier anmieten und malen, endlich mein Buch schreiben, endlich eine streßfreie Partnerschaft leben, endlich mal ausspannen … “ undsoweiterundsofort.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Also vielleicht von Freunden und Bekannten aus Ihrem Umfeld. Oder gar von Ihnen selbst?

Ja, ich weiß, wir befinden uns inmitten der Krise und so, wir können es jeden Tag in der Zeitung lesen, natürlich, und die Kreativwirtschaft hat es schwer, ja, Selbständige_r sein ist kein Zuckerschlecken und am Ende des Monats ist immer so wenig Geld übrig oder: „Wenn ich nur Geld hätte …“ ist eine äußerst beleibte Strategie um das „Außen“, die „Anderen“ und „die Umstände“ für die eigene Untätigkeit verantwortlich zu machen.

Julia Cameron sagt:  „Das (der Geldmangel) ist niemals eine authentische Blockade. Die eigentliche Blockade ist unser Gefühl von Beengtheit und Machtlosigkeit: Kunst verlangt von uns, dass wir uns selbst befähigen zu wählen. Auf der tiefsten Ebene bedeutet es, dass wir die Wahl treffen gut für uns zu sorgen.“ (Julia Cameron; Weg des Künstlers; S. 191).

Und ich finde, das gilt für alle Menschen und für alle Bereiche des Lebens. Nicht nur für die Kunst.

Sie können die Wahl treffen gut für sich zu sorgen.

Im Bereich der Kunst ist das nur so schön zu erklären. Kunst, das Wort, kommt tatsächlich von Können; das, was man beherrscht; Kenntnis, Wissen, . Und Können bedeutet, etwas vermögen – und da ist es schon, das vermögen 😉 – die Möglichkeit zu haben etwas zu tun. Und dieser Möglichkeit wiederum liegt mögen zugrunde; zur Wahl stehende Entscheidungsvariante – wieder das vermögen – oder wir könnten auch schlicht sagen: die Fähigkeit aus der Fülle zu schöpfen. (ja ich weiß, das ist jetzt sehr kurz gefasst, darüber können Bücher geschrieben werden, doch im Kern bringt es das m.E.n. auf den Punkt).

Und bevor ich Ihnen noch eine kleine Übung mitgebe mit der Sie sich wieder dieser, Ihrer Fülle, zuwenden können, möchte ich mich noch kurz der Frage widmen:

Warum ist das so? Warum schöpfen wir nicht einfach aus der Fülle?

In der Regel blockieren wir uns selbst durch tief verwurzelte Glaubenssätze (ach herje, da sind sie wieder) die wir, meist schon in unserer Kindheit manifestiert, über das Geld haben. „Geld allein macht auch nicht glücklich“, „Geld oder Liebe“, „Geld ist Macht“ (und Mächtige sind böse) … und mal ehrlich, momentan sind in der öffentlichen Wahrnehmung ja die, die (noch) Geld haben immer die „Bösen“. Die „bösen Banker“, die „gemeinen Reichen“ die zu wenig Steuern zahlen undsoweiterundsofort.

Und das Dumme ist, dass, je mehr wir uns das Erleben von Fülle – diesen Luxus – versagen, sprich: je weniger wir uns unsere emotionalen und sozialen Bedürfnisse erfüllen, desto eher suchen wir diese Bedürfnisse durch materielle Güter zu befriedigen … und schon erleben wir wieder diesen „Mangel“ und sind in einem nichtendenwollenden Kreislauf gefangen. Ein Kreislauf der mit allem Möglichen was zu tun hat – aber am wenigsten mit dem Geld.

Das Geld, dieses „charakterlose Etwas“ eignet sich nur schlicht vorzüglich dafür, gerade durch seine Charakterlosigkeit, mit Emotionen aufgeladen zu werden und wird somit zum Diener unserer ureigenen Verhinderungsstrategien degradiert oder erlangt gar (vermeintlich) die Urheberschaft für unsere (kreativen) Blockaden.

Entlasten wir also das Geld und geben ihm die Möglichkeit wieder frei fließen zu können – auch zu Ihnen ;-).

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfüllte Zeit. Tanja Ries.

Hier geht es zu dem 1-Tages-Workshop: Die Sache mit dem Geld … ein klärendes Beziehungsgespräch

Übung: Luxus ist für mich … (nach Julia Cameron)

Eine Möglichkeit sich mit diesem Gefühl aus der Fülle schöpfen zu können (wieder) vertraut zu machen und zu verbinden ist Luxus. Das Gefühl von Luxus.

Julia Cameron nennt hier ein schönes Beispiel von einer Künstlerin, für die eine Schale frischer Himbeeren, ganz gleich zu welcher Jahreszeit, der inbegriff von Luxus ist. Und was ist das schon – so an Geld gemessen, selbst wenn dies im Winter 5€ sein sollten – gegenüber all den Dingen, für die wir täglich Geld ausgeben. Weniger denn 1€ pro Tag! (bei einmal Luxus pro Woche). Für mich ist Champagner der inbegriff von Luxus. Wenn schon trinken, dann Champagner. Da ich im Jahr höchsten 2-3 Flaschen dieses Luxusgetränkes öffne und ansonsten auf Alkohol verzichte, liegt dies, sogar wenn wir mit einem stolzen Preis von 50€ die Flasche rechnen, bei 41cent pro Tag. Und die Flasche kann monatelang in meinem Kühlschrank liegen und mir bei jedem Öffnen desselben ein luxeriöses Gefühl vermitteln.

Luxus, das kann sein …

… der Luxus sich zu verwöhnen.

… der Luxus von Zeit.

… der Luxus eines eigenen Platzes (Meins)

… der Luxus zu spielen.

… der Luxus …

Was bedeutet Luxus für Sie?

Für mich bedeutet Luxus … ja, schreiben Sie es auf, finden Sie mindestens 20 Punkte die Ihnen das Gefühl von Luxus vermitteln. Gerne mehr ;-). Und dann lesen Sie Ihre Punkte durch. Ich bin sicher, Sie werden Punkte finden, die Sie ganz leicht verwirklichen können. Schon heute.

Sie benötigen dazu (wahrscheinlich) nicht einmal Geld.

Viel Freude beim genießen.

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