Worauf stehst du?

Liebe Leser_innen,

nein, Sie haben sich nicht im Blog geirrt. „Worauf stehst du?“ ist, wenn ich auch die gewohnte Anrede an Sie darin verlasse, eine ganz ernsthafte Frage. Eine essentielle Frage. Und nein, es geht hier nicht (direkt) um die Frage welche Eigenschaften  und -arten Sie bei Ihren (potentiellen) Partnern bevorzugen. Obgleich, auch die Beantwortung dieser Frage bringt Sie dem ein Stück näher um das es in diesem Blogbeitrag geht.

Es geht um „den Boden auf dem Sie stehen“. Es geht um Ihre Werte.

In einem Diskussionsforum wurde mir einmal geschrieben, das Wort Wert/e komme von Erde. „Worauf stehst du? Was ist dein Fundament? Was trägt dich (durch’s Leben)?“  Und auch wenn ich bisher noch keine Quelle dazu gefunden habe, so finde ich dieses Bild doch sehr passend. Unsere Werte –  der Grund und Boden  – auf dem wir stehen.

Auf Wikipedia können wir lesen das Wert aus dem germanischen kommt und mit Preis, mit Kostbarkeit verwandt ist. Also dem was wir schützen, was uns heilig und kostbar ist, oder was wir bereit sind zu (be)zahlen – oder eben auch nicht.

Ihre Werte, das ist Ihr Grund und Boden, aus dem heraus Sie Entscheidungen fällen.

Wenn Frieden Ihnen ein wichtiger Wert ist, dann können Sie nicht in den Krieg ziehen.

Ihr Werte, das ist die Quelle Ihrer Motivation, der Ort an dem Ihre Wünsche geboren werden. Wenn wir, frei nach Frankl,  davon ausgehen, dass wir alle danach streben, dass unsere Werte in ihrer Erfüllung gelebt werden, dann wird ein Wert wie Frieden Sie vielleicht dazu bringen sich politisch zu engagieren, einer Initiative beizutreten, vielleicht waren Sie schon in der Schule Streitschlichter, Sie achten auf ein harmonisches Miteinander in Ihrem Haus oder meditieren für den Frieden in der Welt. Und sollte es in Ihrer Initiative mal eine Zeit geben, in der Sie das Gefühl haben Sie kommen nicht voran, oder die täglichen Meldungen in der Presse zermürben Sie, geben Sie dann auf? – Nein, wenn Frieden ein hoher Wert für Sie ist, dann ist das „die Erde auf der Sie stehen“. Der Quell Ihrer Kraft und Motivation. Der Ort an dem Ihre Wünsche entstehen. Und es liegt in Ihrer Hand aus diesen Wünschen heraus klare Ziele zu formulieren und diese zu verfolgen. Ihre Kraftquelle kennen Sie ja nun ;-).

Und warum steht diese Blogbeitrag nun in der Kategorie „persönlicher USP“?

Ja, unsere Werte sind in unserer Ausstrahlung sichtbar/spürbar für die Anderen – sind Sie doch die Grundlage unserer Ziele. Und ja, es ist ebenfalls sichtbar/spürbar wenn wir gegen unsere (behaupteten) Werte leben. Das hinterlässt bei den anderen dieses (berechtigte) „komische Gefühl“, in der Fachsprache inkongruentes Verhalten genannt. Ich erlebe das häufig wenn ich Politiker_innen sehe. Der Inhalt dessen was sie behaupten und ihre Ausstrahlung, ihr Verhalten sind nicht deckungsgleich (und das geht bestimmt nicht nur mir so).

Und was hat das nun mit dem zu tun auf „was wir stehen“ bei der Partnerwahl?

Sollten Sie Ihren Wertekatalog nicht immer parat in Ihrer Tasche mit sich tragen so kann Ihnen die Beantwortung dieser Frage u.U. Hinweise auf Ihre Werte liefern. Eine Freundin von mir hat z.B. einen Mann geheiratet weil er so solide war. Und sie hat im Laufe ihres Beziehungslebens tatsächlich immer Männer kennen gelernt, die ihr schon nach kürzester Zeit einen Heiratsantrag gemacht haben. Für sie ist Sicherheit tatsächlich ein wichtiger Wert. Das Gefühl „den Koffer auspacken zu können“; „ankommen“. Eine andere Freundin wiederum schwärmte mir von der ersten Nacht mit Ihrem Lover vor. „Diese Kraft, wow, und wie er mich genommen …“ (ich will da nicht detaillierter drauf eingehen). Ja, Kraft, Bewegung und auch Macht spielen in ihrem Leben eine wichtige Rolle.  Meine ersten Freunde in der Teenagerzeit waren allesamt Italiener. Ich liebte diesen starken Familienzusammenhalt, diesen leidenschaftlichen emotionalen Ausdruck und die Leichtigkeit (O.K., Klischees. Ich gebe es zu. Ich war Teenager). Aber natürlich sagt auch das etwas aus darüber wonach ich mich sehnte und was mir wichtig war und ist.

Das tolle ist, das wir heute (geschichtlich gesehen) dazu in der Lage sind unseren Wertekanon selbst festlegen zu können und weitgehend von äußeren Zwängen befreit sind (das mit den „inneren Zwängen“ ist eine andere Sache, ein Thema für einen anderen Blogbeitrag).

Und nun noch einmal die Frage an Sie: „Und, worauf stehst du?“

Kommentare sind ausdrücklich erwünscht :-).

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche. Tanja Ries.

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2 Gedanken zu “Worauf stehst du?

  1. Liebe Tanja, schönes und wichtiges Thema.
    Über Werte kann man(frau) nicht genug nachdenken. Deine Frage, Worauf stehst du? Kann ich mit Freiheit, Harmonie und Liebe beantworten. Bis bald, Ramona

  2. Schöne Idee hier mal das zusammen zu fassen, worauf wir stehen!
    Ich mach dann gleich mal weiter… 🙂
    Ich stehe auf Verbundenheit, Gewissheit, savoir-vivre und selbstwirksame Schaffenslust!
    Liebe Grüße, Anna

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